Mitternachtsgeschichten

tele-Visionen
Am Anfang war das Wort ... doch dann gab’s "Kabel". Literatur über das Pantoffelkino, - von Couch Potatoes, Flaschenbier, Tageschau, Derrick & Co. Die Darsteller des Bremer Amateur Theater Ensembles tragen bereits zum neunten mal in ihrem Spätprogramm Texte vor, die in der Reihe der Mitternachtsgeschichten Visionen und Wahrhaftiges zu einem Motto bringen, und das Motto diesmal heißt "Tele-Visionen".
Frei nach O.W. Fischer "Es muss nicht immer Fernsehn sein ..." haben die Akteure wieder allerlei Literarisches ausgegraben und einfallen lassen, um zu zeigen, dass auch Literatur alle Sinne beansprucht und durchaus nicht verstaubt sein muss. Diesmal haben sie sich ihrem "Erzfeind", der gemeinen Glotze, gewidmet und alles aus den literarischen Kanälen zusammengeschnitten, was sich mit, über und um den Flimmerkasten dreht und dafür sorgt, dass die Straßen leergefegt sind und die Zuschauer zu Hause sitzen bleiben.
"Fernsehen neu erleben!" Mit skurrilen Texten und visionären "Bildern". Als Verstärkung haben sich die Schauspieler die Bremer Dada-Fraktion herangeholt, die wie immer garantiert: "Es tut zwar weh, aber es macht Spaß!" Und im Gegensatz zum Kuckkasten kostet es keine (GEZ-)Gebühren und kein Grips; im Gegenteil: der Eintritt ist wie immer frei, und vor Hirnzellen-Vermehrung muss gewarnt werden. FSK ab 22 Uhr.
- Fr. 21.09.2001 22 Uhr Galerie des Westens, Reuterstr. 9-17